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Herzlich willkommen auf meinem Blog,

hier findet Ihr Informationen, Meinungen und Erfahrungen rund um das Stillen, speziell dem Tandem- und Langzeitstillen.

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Donnerstag, 2. August 2012

Der gewisse Time-Artikel

Hallo,

was ich schon lange mal sagen wollte: Ich kenne natürlich den umstrittenen Time-Artikel mit dem gestillten 4jährigen. Ich habe mich da ganz bewußt rausgehalten und nichts dazu gepostet. Meine Meinung zum Thema gebe ich hier sowieso schon kund und den vorübergehenden Hype der Öffentlichkeit (vor allem der Medien) muß ich ja nicht teilen.

Das einzige, was ich zu sagen hätte: Ich bin kein Freund von irgendwelchen "Schulen" im Sinne von bestimmten Lehrmeinungen oder bestimmten Erziehungsrichtungen. Ich nehme mir von allem das heraus, was ich für richtig halte bzw. variiere, wie es eben in unser Leben paßt. Und so paßte eben das Langzeit- und Tandemstillen in unser Leben, ohne dass ich das mit Lehrmeinungen untermauern muß. Natürlich haben diese ihren Einfluß. Würde es ein für mich stichhaltiges Argument dagegen geben, würde ich meine Meinung überdenken. Gibt es aber nicht. :-D

Aber es ist eben nicht so, dass ich mein Leben aufgrund bestimmter Lehrmeinungen auf diese hin ausrichten würde, wenn sie gar nicht in unser Leben passen würden. Beispiel: Wir haben ein Familienbett und ich finde das auch super. Wäre es aber aus irgendwelchen - mir allerdings unerfindlichen - Gründen gar nicht mein Ding, würde ich auch gegen mein Wissen um die positiven Aspekte kein Familienbett besitzen.

Liebe Grüße!

Angela

PS: Wenn ich es so überdenke, kann ich mir allerdings überhaupt nicht (mehr) vorstellen, meine Kinder (als Säuglinge und Kleinkinder) allein schlafen zu lassen. Es täte mir unendlich Leid.

Dienstag, 19. Juni 2012

Ich war in der Zeitung.....

... naja - kurz zitiert jedenfalls.

Hier ein Artikel in unserer MAZ: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12343687/64289/Um-das-Langzeitstillen-wird-gestritten-Die-Dauer-ist.html

Ich finde es schade, dass der Kritik mehr Raum gegeben wird als der Zustimmung, außerdem finde ich es schon geradezu eine Frechheit, lang stillenden Müttern ein latent erotisches Interesse zu unterstellen. Eigentlich lächerlich, wenn's nicht so traurig wäre. Unsere Gesellschaft hat mit körperlicher Nähe ein echtes Problem.

Angela

Mittwoch, 6. Juni 2012

Nochmal Betreuungsgeld

Hallo,

hmmmm, das ist eine schwierige Sache.

Meine Meinung hat sich eigentlich generell nicht geändert, trotzdem neige ich jetzt dazu, gegen das Betreuungsgeld zu sein. Ich empfinde es immernoch als eine Anerkennung für Familien, die ihre Kinder aus Überzeugung bis zu 3 Jahren zu Hause lassen, aber es ist ja, wie ich auch schon gesagt habe, viel zu wenig. Außerdem sollen gerade die Ärmsten, ALG-II-Empfänger, wieder mal ausgeschlossen werden. Und wenn ich da an die bürokratischen Probleme beim Bildungspaket denke, glaube ich, dass der Aufwand für die Verwaltung des Betreuungsgeldes nicht viel geringer sein wird, was letztlich viel zu viel ist.

Hier nochmal ein paar Gedanken dazu: Heute las ich einen Artikel bei freitag.de, der im Prinzip das aussagt, was ich denke: Zitat: "Um zu verstehen, warum dieses Betreuungsgeld so zynisch ist, muss man zwei Dinge unterscheiden: Es gibt Menschen, die entscheiden sich bewusst gegen eine Betreuungseinrichtung; andere fühlen sich dazu gezwungen, weil es zu wenige Kitas gibt und zu wenige neu entstehen. Derzeit fehlen 160.000 Plätze, um genau zu sein! Dass diese Lücke ab 2014 mit einer lächerlichen Zahlung von 150 Euro vom 13. Lebensmonats eines Kindes an, – also nach Ablauf des Elterngeldes – geschlossen werden soll, ist angesichts des tatsächlichen Ausfalls an Einnahmen für eine Familie ohne Kitaplatz ein blanker Hohn." Was mir hier fehlt, ist die Frage, warum viele Eltern ihre Kinder frühzeitig in die Kita geben müssen. Hier steht nur, sie würden sich gezwungen fühlen, die Kinder zu Hause zu behalten, weil sie keinen Krippenplatz finden, aber ich kenne eine Menge Eltern, die sich gezwungen fühlen, ihre Kinder in die Kita zu geben, weil sie sonst ins finanzielle Abseits geraten. Ich kenne keine Zahlen, jedoch habe ich die Aussage "ich muß nach einem Jahr wieder arbeiten und leider deshalb mein Kind weggeben." so oder ähnlich des öfteren gehört.

Folgenden Satz finde ich zum einen absolut richtig, zum anderen eine bodenlose Freichheit (was ja auch zeigt, wie schwierig das Thema ist): "In Wahrheit müsste man ein Gesetz beschließen, das diesen Eltern eine Entschädigung zahlt. Dabei sollte das letzte Einkommen der betreuenden Person VOR der Geburt berücksichtigt werden, das ja im Antragsverfahren zum Elterngeld sowieso ermittelt wurde. Genau dieselbe Summe hat der Staat ab dem 13. Monat zu 100 Prozent bis zu jenem Zeitpunkt zu zahlen, ab dem es für das Kind endlich einen Kitaplatz gibt." Eine Entschädigung dafür zu verlangen, dass man das Kind zu Hause behält? Ein schreckliches Wort in diesem Zusammenhang. Es impliziert ja, dass es nicht richtig ist, Kinder bis zu drei Jahren zu Hause zu behalten, und die Eltern sogar dadurch geschädigt werden (finanziell mag das ja stimmen, aber wer sich durch seine Kinder geschädigt fühlt, sollte keine bekommen!). In meinen Augen zeigt das deutlich, wie schief die gesellschaftliche Sicht auf Familie heutzutage ist. Auf der anderen Seite finde ich die Forderung absolut gerechtfertigt. Nur das wäre gerecht und würde den Eltern die freie Wahl geben, zu Hause zu bleiben oder arbeiten zu gehen. Noch dazu müßte Frauen (oder auch Männern), die sich entscheiden, so lange dem Beruf ferzubleiben, durch diverse staatliche Maßnahmen (Weiterbildung, Erleichterungen für Firmen, die diese Menschen [wieder] einstellen usw.) der Wiedereinstieg erleichtert werden. Zudem muß diese Wahl-Möglichkeit generell auch ALG-Empfängern zugebilligt werden, die dafür auch genügend Geld bekommen müssen.

Auch wenn mir der Artikel an der einen oder anderen Stelle sauer aufstößt, diesem Satz kann ich dann nur zustimmen: "Die Wahl zwischen Job und Familie ist aber nur dann tatsächlich frei, wenn Arbeit und Familie gleich bewertet werden."

Quelle: Taschengeld für Mutti - Artikel bei freitag.de

Was mich sehr nervt sind die Aufrufe gegen das Betreuungsgeld, die nur eine Seite sehen, und das leider oft auch noch im Namen der Kinder oder der Familien: Das sieht dann so aus: "Denn wir brauchen das Geld dringend für den Ausbau von Kita-Plätzen. Das gilt umso mehr, vor dem Hintergrund dass die angestrebte Betreuungsquote von 35% unter dem heutigen Bedarf zurückbleibt. Wir brauchen keine Anreize, Kinder von zusätzlicher Förderung fernzuhalten und vor allem Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erschweren. Für mehr und für bessere Betreuungsangebote!"

Nein, verdammt noch mal, das will ich nicht! Was soll das überhaupt heißen - "Kinder von zusätzlicher Förderung fernzuhalten"? Was für eine Arroganz! Ich fühle es so, dass ich meine Kinder, wenn ich sie erst mit drei Jahren in die Kita gebe, von Überforderung/Überreizung und reiner Grundversorgung ohne die nötige Nähe von wichtigen Bezugspersonen fernhalte! Das mag nicht jeder so sehen, muß auch nicht. Aber Mütter (bzw. Eltern), die so wie ich denken, werden da in eine Ecke gestellt, die mir sehr mißfällt... Um es milde auszudrücken.

Noch so ein Satz "Investitionen in Kitas und Krippen, in mehr Plätze aber auch in mehr Qualität, sind eine wichtige Voraussetzung, dass alle Kinder gut gefördert und betreut werden." Wie Bitte? So, so - ich dachte immer, das wäre die Familie.

"Fehlende Betreuungsplätze sind das größte Hindernis für Eltern, im Beruf den Anschluss zu halten." Der Zusammenhang gefällt mir nicht. Es ist in der Realität leider so, dass Frauen wie ich, die sehr lange zu Hause bleiben und viele Kinder haben, auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben. Das liegt aber an den Firmen, die keine Mütter einstellen wollen. Natürlich bin ich auch lange aus dem Beruf und bräuchte sicher eine Weile, mich wieder einzuarbeiten, aber ich bin über die Jahre nicht blöd geworden. Was ich jetzt aber nur noch angeboten bekomme, sind Zeitarbeit oder 400-Euro-Jobs. Die Qualifikation soll dann auch noch hoch sein, der Studenlohn ist miserabel. Aber natürlich muß sich der Wiedereinstieg in den Beruf auch lohnen. Solche Jobangebote gehören endlich verboten, das muß staatlicherseits reguliert werden. Die Angst davor wird viele Frauen lieber rechtzeitig in den Beruf zurückkehren lassen, auch wenn sie eigentlich noch gern länger zu Hause geblieben wären.

"Der Zugang zu eigenständigem Erwerbseinkommen ist der beste Schutz vor Armut." Das ist richtig, jedoch sollte das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehen! Viele Frauen empfinden das nun mal in meinen Augen ganz richtig, wenn sie ihre Kinder mit schlechtem Gewissen so früh in die Kita/Krippe geben, weil sie eben nicht anders KÖNNEN.

"Echte Wahlfreiheit gibt es nur mit guten Kitas und ausreichend Plätzen." - und das ist falsch! Da kann ich nur den obigen Satz wiederholen: "Die Wahl zwischen Job und Familie ist aber nur dann tatsächlich frei, wenn Arbeit und Familie gleich bewertet werden."

Quelle: "http://neinzumbetreuungsgeld.de/.

Was wollen gerade diese Frauen- und Familienorganisationen sowie ausgerechnet mehr oder weniger linken/sozialen (!) Parteien und Gruppierungen eigentlich damit sagen? Dass alle Frauen nach dem ersten Lebensjahr ihres Kindes so schnell wie möglich wieder arbeiten WOLLEN und ihre Kinder mit fliegenden Fahnen GERN in Fremdbetreuung geben? Das glaube ich nicht. Hier schießt z. B. der Feminismus klar über das Ziel hinaus, denn er schließt damit alle Frauen aus, die andere Prioritäten setzen. Aber, das ist schon wieder ein anderes Thema.

Nein, nicht - NUR - für mehr und für bessere Betreuungangebote (die natürlich auch in bestimmten Gebieten fehlen und gebraucht werden), sondern FÜR DIE WAHLFREIHEIT, so wie oben geschildert!

So, genug Lesestoff, ich muß jetzt hinter den Herd und meinen armen, vernachlässigten und ungeförderten Kindern etwas zum Essen kochen.

LG Angela

Sonntag, 29. April 2012

Geburtsvideo

Hallo nochmal,

nochmal zum Thema Geburt:

Ich habe letztens ein Video bei Facebook gefunden, dass ein paar super schöne Geburten zeigt. Die Umstände finde ich jetzt nicht sooooo toll - Krankenhaus, liegend und halbliegend, ein Haufen medizinisches Personal. Aber: Man ließ die Frauen machen und es waren wirklich gute Geburten. Toll finde ich auch, dass Kinder dabei waren. Ich glaube, ich würde das (jetzt) auch machen, wenn ich noch mal ein Kind bekäme.


Hier der Link zu einem meiner Facebook-Accounts, wo Ihr das Video findet. Leider kann ich es weder downloaden noch direkt verlinken. Zum leichteren Finden habe ich das entsprechende Foto eingefügt - einfach bis dahin runterscrollen. (Warnung, es wird alles ganz deutlich gezeigt, vielleicht nichts für Unvorbereitete oder Leute mit schwachen Nerven. :-) ):

Geburtsvideo

Bis bald!

Angela


Geburt und Stillen im Film

Hallo,

vor zwei Tagen habe ich wieder mal einen Film - "Männerherzen 2" - gesehen, in dem auch geboren wurde. Und ich muß sagen, ich verstehe nicht, warum das nicht realistischer dargestellt wird. Es ging ja hier nicht um irgendeine besonders schwierige oder anders auffällige Geburt (allerdings waren es Zwillinge), sondern um eine ganz normale. Schon der Anfang - Frau krümmt sich plötzlich vor Schmerz - ist so falsch. Wenn dies mal passiert, handelt es sich doch höchstwahrscheinlich um eine Art Notfall, denn normalerweise beginnnen irgendwann Wehen, die zunächst nicht so schmerzhaft und eine ganze Weile recht erträglich sind.
Dann gab's im Kreißsaal hektisches Geschrei. Die Geburt selbst wurde dann nicht gezeigt. Dass eine normale Geburt stundenlanges Warten und Wehenarbeit und viel Besinnung der Frau auf sich selbst und ihren Körper bedeutet, kam gar nicht zum Ausdruck. Wenn es nicht möglich ist das irgendwie darzustellen, sollte man solche wilden Geburtsszenen meiner Meinung nach lieber weglassen. Die Handlung hätte es nicht gestört.
Danach ging es auch nicht besser weiter. Die Kinder hatten praktisch noch im Kreißsaal einen Nuckel (auf jeden Fall eins, wenn ich mich recht erinnere) und einige Tage später zu Hause gab Papa die Flasche. Die Frau im Film war Webdesignerin, die hätte so gut ein Baby auf dem Schoß an der Brust - am PC arbeitend - halten können (Habe ich ständig so gemacht).
Ich finde es soooo schade, dass als Normalität nicht eine halbwegs realistische Geburtssezenerie und das Stillen gezeigt werden. Das würde vielleicht etwas ändern im Denken der Leuten, die diese Filme sehen und das Gezeigte als Noarmlität in unserer Gesellschaft wahrnehmen.
Kein Wunder, dass die jungen Leute dann ganz überrascht sind, dass Geburt ja ganz anders ist, bzw. das Stillen irgendwo in der Esotherikecke verorten.
Der Handlung der Filme würde es ja keinen Abbruch tun, ein wenig mehr an der Realität zu bleiben und als normal zu propagieren, was gut und richtig ist (Stillen). Das soll ja keine Vorschrift sein, dass jede Frau unbedingt stillen muß, aber wenn man von klein auf Filme sieht bzw. eine Umwelt wahrnimmt, in der halbwegs natürliche Geburten und Stillen normal sind, kommt man u. U. erst gar nicht auf andere Gedanken, wenn man selbst mal schwanger ist.
"Männerherzen 2" ist ja hier nur ein Beispiel, bei dem es mir irgendwie besonders auffiel. Gestern z. B. sah ich "Happy new year" - da wurde das Ganze irgendwie viel normaler dargestellt - mit ewigem Warten auf die Wehen inkl. entsprechender Manipulation :-) (Kind sollte aufgrund einer avisierten Gelsprämie unbedingt an Silvester um Mitternacht kommen), es gab einen Blasensprung und es ging insgesamt viel weniger hektisch und aufgeregt zu. Vor allem haben sich die Frauen nicht sofort vor Schmerzen gerkümmt. Stillen habe ich nicht gesehen, aber auch kein Fläschchen. Allerdings gingen die Geburten ein wenig schnell. Es kann sich nur um 3 -5 Stunden ab Wehenbeginn gehandelt haben. Tja, Filme werden nie ganz realistisch sein, aber ich würde mir wünschen, die Filmemacher würden ein wenig mehr darüber nachdenken, was sie uns so als Normalität verkaufen.
Das mußte ich mal los werden und jetzt geht's mit den Kindern raus - Eis essen!

Bis später!

Angela

Sonntag, 22. April 2012

Ausbildung Stillberaterin in Potsdam

Hallo Ihr,

schon lange wollte ich darauf hinweisen:

Bei der AFS kann man eine Ausbildung zur Stillberaterin absolvieren. Falls in Potsdam und Umgebung genügend Teilnehmerinnen zusammenkämen, würde ich mich um die Organisation kümmern.

Nähere Infos hier.

Bei Interesse sendet mir eine Mail an info(at)umstandshalber.com.

Bis dann!

Angela

Vom normalen Neugeborenen und warum Muttermilch mehr ist als Nahrung

Hallochen,

hier ein Link zu einem eindringlichen Artikel einer amerikanischen Kinderärztin:

Vom normalen Neugeborenen und warum Muttermilch mehr ist als Nahrung

- erschienen in der letzten "Stillzeit" - der Fachzeitschrift der AFS (Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen).

Viel Spaß beim Lesen!

Angela