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Herzlich willkommen auf meinem Blog,

hier findet Ihr Informationen, Meinungen und Erfahrungen rund um das Stillen, speziell dem Tandem- und Langzeitstillen.

Viel Spaß beim Stöbern!

Sonntag, 19. Februar 2012

Ich mag nur Mamas Milch :-)

Hallo,

mein Sohn, der ja nun schon über 5 Jahre alt ist, und zwar ab und zu nochmal von der Brust trinken will, aber nichts mehr herausbekommt, sagte gestern:

"Ich mag keine Milch, ich mag nur die Milch aus Mamas Brust. Die ist schön warm." :-)

und wenn er vor noch nicht allzu langer Zeit von der Brust trinken wollte, sagte er:

"Ich will Deine warme Milch trinken.".

Ich finde es wunderbar, dass unsere Stillbeziehung so schön positiv endet. Es stellt für ihn kein Problem dar, dass er nichts mehr (heraus)bekommt, aber er hat sehr positive Erinnerungen daran.

Gute Nacht!

Angela

Samstag, 18. Februar 2012

Baby-Messe Potsdam

Hallo,

war heute als Vertreterin des AFS als Aussteller auf der Babymesse Potsdam. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Wir haben als nichtkommerzieller auf sehr kleinem Raum ausstellender Verein nicht so viele Besucher erreicht, wie wir gerne hätten, aber wir waren präsent. :-)

Morgen sind wir noch einmal dort anzutreffen - Metropolis-Halle in Potsdam-Babelsberg, gleich beim Filmpark.

Bis bald oder vielleicht morgen?

Angela

Freitag, 18. November 2011

Tandemstillen

Hallo,

heute das letzte Kapitel zu unserer Stillgeschichte.

Wie schon gesagt, war unser letztes Kind unterwegs und ich stillte noch.

In dieser Zeit las ich zum ersten Mal vom Tandemstillen, also dem Stillen von zwei Kindern gelichzeitig. Nach etwas Recherche vor allem nach der Frage, ob Stillen frühzeitige Wehen auslösen kann (Die Infos, die ich fand, beruhigten mich zumindest, auch wenn richtige Studien dazu wohl fehlen.), entschied ich, es einfach auf uns zukommen zu lassen. Ich stillte meinen Sohn weiter und gegen Ende der Schwangerschaft schien die Milch auch wieder mehr zu werden.

Die Schwangerschaft verlief völlig komplikationslos - ich mußte allerdings Insulin spritzen.

Meine Tochter kam einige Tage nach dem Termin in einer super Geburt auf die Welt. Sie begann auch bald zu trinken. Als mein Sohn dazu kam, wollte er auch die Brust. Ich fing also ganz selbstverständlich an, beide Kinder zu stillen, wobei ich zu Beginn darauf achtete, dass meine Tochter zuerst dran kam und satt wurde. Bald tranken sie aber auch gemeinsam.

Die Stillzeit verlief ohne Probleme und auch die Beikosteinführung für unsere Jüngste geschah praktisch nebenbei. Zu der Zeit arbeitete ich in meinem eigenen Ladengeschäft, wohin ich unsere Tochter zu Beginn mitnahm. Nach und nach wurde es Usus, dass sie zu Hause blieb und mein Mann sie mir zum Stillen brachte, und irgendwann bleib sie einfach länger bei ihm, bis sie gar nicht mehr zum Stillen gebracht wurde.

Wenn ich nicht da war, vermisste sie das Stillen nicht. Wenn ich kam, mußte ich allerdings sofort (für beide Stillkinder) die Brust frei machen. :-)

Und so war es noch bis vor kurzer Zeit. Vor einigen Wochen trank mein Sohn von selbst nicht mehr regelmäßig an der Brust, vor allem auch nicht mehr nachts. Manchmal, wenn es mir gerade nicht paßte, wies ich ihn auch ab, was ihn nicht mehr so zu bedrücken schien, wie noch einige Wochen zuvor (da weinte oder schimpfte er in diesem Fall.). Jetzt ist seine Stillzeit im Prinzip vorbei. Hin und wieder verlangt er danach - und wenn ich gerade Zeit und Lust habe, darf er trinken. Jedoch wird das immer seltener.

Meine Tochter verlangt noch regelmäßig, vor allem nachts, nach der Brust. Sie ist jetzt 3 1/2 Jahre alt.

Noch vor kurzem, als sie krank war, hat sie offenbar so viel getrunken (und sehr schlecht gegessen), dass sie sogar wieder den typischen grünlich-gelben Baby-Stuhl in der Windel hatte.... :-D Da war ich selbst überrascht, weil ich eher das Gefühl habe, dass gar nicht mehr allzu viel Milch da ist.

Auch mein Sohn hatte noch mit über 2 Jahren Phasen, in denen er fast nur von der Brust trank und schlecht aß.

Beide Kinder gediehen und gedeihen trotzdem prächtig.

Meine persönliche Meinung zum Stillen und zur Einführung der Beikost ist heute eine sehr einfache: Ich bin mir sicher, dass Stillen wenigstens in den ersten drei Jahren - phasenweise auch ohne Beikost (z. B. bei Krankheit) - die richtige Ernährung für Babys/Kleinkinder ist. Beikost sollte ab ca. dem 6. Monat (wahrscheinlich sogar früher) nach Bedarf und Belieben des Kindes zugegeben werden. Ich denke schon, dass beispielsweise ein zweijähriges über lange Zeit nur gestilltes Kind gewisse Mängel erleiden würde. Wenn man aber als Familie halbwegs gesund und regelmäßig isst und das Baby daran einfach teilhaben läßt, wird es ganz von selbst irgendwann ein guter Esser am Familientisch werden, so wie unsere beiden Jüngsten. :-D

Bei unserer jüngsten Tochter haben wir auf Breichen oder irgendwelche besondere Babynahrung komplett verzichtet. Sie hat einfach langsam alles am Familientisch mitgegessen. Das hat wunderbar funktioniert und niemals Probleme bereitet. Dazu bekam sie halt, wann immer sie wollte, die Brust.

Hätte ich dies schon bei unseren großen Kindern so gesehen, wäre uns viel Streß (und auch einiges an Geld - wenn ich da an die Gläschen vor allem für unsere Große denke!) erspart geblieben.

Ich hoffe daher, dass die eine oder andere (werdende) Mutter unsere Geschichte liest und daraus resultierend vielleicht von vorn herein an alles sehr viel gelassener herangehen kann.

Demnächst werde ich auf das eine oder andere Still-Thema genauer eingehen.

Bis dahin liebe Grüße!

Angela

Freitag, 7. Oktober 2011

Weltstillwoche: 3. bis 9. Oktober 2011

Hallo,

wir haben wieder die Weltstillwoche, dieses Mal mit dem Thema "Stillen - sprich drüber!"

Dass dies tatsächlich nötig ist, ist klar. Viel zu wenige Frauen in Deutschland stillen.

Schlimm finde ich, dass man sofort als Extremistin gilt, weil man das Stillen vorantreiben möchte. Dabei ist doch eins ganz klar - Muttermilch ist unersetzbar wertvoll, alles andere ein mehr oder weniger schlechter Ersatz. Nur weil der auch funktioniert, muß er ja nicht gut sein.

Dazu ein Beispiel, dass mich sehr geschockt hat und verbreitet gehört:

In der Familie Mozart wurde offenbar nicht gestillt, auch nicht durch eine Amme. Es gab scheinbar eine Art Zuckerwasser für die Säuglinge. Da gewinnt doch die Tatsache, dass W.A.Mozart 5 Geschwister und 4 Kinder vorloren hat und er auch selbst als kränkliches Kind galt, ein ganz anderes Gewicht. Mit unserem heutigen Wissen um die perfekte Zusammensetzung der Muttermilch und der fatal schädlichen Zusammensetzung dieses Zuckerwassers bin ich sicher, dass nicht wenige dieser toten Kinder - einfach nur durch die natürlich vorgesehene Ernährung - zu verhindern gewesen wären.

Das Schockierende: Mozart war überzeugt davon, dass es so, wie er es tat, richtig sei (wie man einem Brief entnehmen kann).

Auch wenn die heutige Ersatzmilch sicher besser ist als das damalige Zuckerwasser - dieser Bereitschaft, schlechten Ersatz anstelle des perfekten Originals zu verwenden, muß man doch versuchen entgegen zu wirken.

Auch heute noch werden einige Fälle von Säuglings-Sterblichkeit auf Nicht-Stillen zurückgeführt, allein in den USA 750 jährlich.

Mit diesem Wissen mag ich einfach nicht als Extremisten betitelt werden, weil ich finde, dass alle Frauen stillen sollten, auch wenn's vielleicht nicht immer gleich klappt (Abgesehen von den Wenigen, die tatsächlich nicht stillen können.).

Ich habe diese Geschichte und die Daten aus einem tollen Buch:



Dort wurde ich übrigens ganz überzeugend auch eines Besseren belehrt in punkto ausschließlichem Stillen. Offenbar sind Säuglinge von Anfang an darauf vorbereitet, auch Beikost zu verdauen. Dies und andere Gründe sprechen dafür, dass die Empfehlung des ausschließlichen Stillens in den ersten 6 Monaten wohl zu überprüfen ist. Gegen Fingerfood fast von Anfang an ist scheinbar nicht nur nichts zu sagen - nein, es scheint auch durchaus von der Natur gewollt zu sein, auch wenn man sicher sehr aufpassen muß, was man gibt, denn Gewürze (Salz!) und FastFood standen den Altvorderen nicht zur Verfügung und sind daher auch nicht das, was der Säuglingsmagen an Beikost erwartet. Aber- und dies ist sehr wichtig ! - Beikost bedeutet nicht, dass man mit dem Stillen aufhört. Es wird nur BEIgegeben.

Für mich ist ein kleines Weltbild zusammengefallen, habe ich doch meine Kinder sehr lange voll und ausschließlich gestillt. Aber es ist auch faszinierend, dass es immer wieder neue Erkenntnisse gibt, für die man unbedingt offen bleiben muß.

An der grundätzlichen Wichtigkeit des Stillens ändert das ja nichts und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mal ein stichhaltiges Argument dagegen gefunden wird - auch wenn das die Hersteller der Ersatznahrung gern hätten.... :-)

So, das wollte ich anläßlich der Weltstillwoche los werden.

Ein schönes Wochenende!

Bis bald!

Angela

Heute geht's weiter mit unserer Stillgeschichte

Hallo,

nach langer Zeit soll es heute weitergehen.

Also, das Schlimmste, was ich je in Zusammenhang mit dem Stillen erlebt habe, hatte ich überstanden.

Jetzt begann eine angenehme Stillzeit. Mein Sohn liebte die Brust und tut dies heute noch. :-) Er wird 5 und kann es nicht lassen, ab und zu trinken zu wollen. Ich glaube, er bekommt nicht mehr viel. Hat es irgendwie verlernt.... Ich denke, dass seine Stillzeit nun bald endgültig vorbei ist.

Einiges verlief bei ihm anders als bei den großen Töchtern.

So haben wir kaum darauf geachtet, wann wir mit der Beikost beginnen sollten. Irgendwann fingen wir an, regelmäßig Breie vorzukochen. Er bekam nur in seltenen Fällen Fertigbreie. Und sehr schnell aß er einfach am Familientisch mit. Und wann immer er wollte, bekam er die Brust.

Dieses viel lockerere Vorgehen in jeglicher Hinsicht erleichterte unser Familienleben sehr und wir konnten so sehen, wie viele überflüssige Verhaltensnormen - nicht nur in Bezug auf das Stillen - wir vorher mit uns geschleppt hatten.

Dann meldete sich unsere Jüngste an. Ich stillte noch. Zu Beginn der Schwangerschaft schien die Milch zu versiegen. Ich weiß noch genau, wie mich mein Sohn mal ganz erstaunt ansah, weil die Milch offenbar alle war und er nichts mehr herausbekam. Er nuckelte jedoch zielstrebig weiter. Sicher wäre hier der Moment gewesen, relativ einfach abzustillen. Er wollte es nicht / ich genoß es auch - also war das keine Option und ich begann mich darüber schlau zu machen, ob ich ihn bis zur Geburt und vielleicht auch weiter stillen könnte. Ich fand den Begriff Tandemstillen.

Dazu nächstes Mal mehr.

Bis dann!

Angela